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Laufberichte

Montag, 28. Juni 2010 - 18:03 Uhr
Deich- und Salzwiesenlauf Schönberg

Bericht von Udo Gerull
27.06.2010, ganz Deutschland bereitet sich auf das bevorstehende Achtelfinale gegen England vor, wer kann fährt zum Strand und genießt das traumhafte Sommerwetter mit Temperaturen von ca. 25°C. Ganz Deutschland? Nicht ganz, denn eine Schar von Läufern findet den Weg nach Schönberg und muss (wodurch auch immer angetrieben?!?) um die Wette rennen.
Halbmarathon und 10 km galt es für 7 Schnecken zu absolvieren, was bei oben beschriebenen äußeren Bedingungen wahrlich keine ganz gr0ße Freude war. Die Streckenführung und der Laufuntergrund wahren schon in Ordnung, abgesehen von den kurzen Grasabschnitten, die zum Umknicken einluden. An Sonnenschutz war nicht zu denken und so kam man doch irgendwann am Deich an, wo wenigstens ein laues Lüftchen für ein wenig Abkühlung sorgte. An der Seebrücke dann endlich der ersehnte Getränkestand. „Wasser oder Tee?“ rief man den Läufern entgegen. „Wasser!“ gab der dürstende Läufer schnell als Antwort, denn wir sind ja nicht in England. „Oh, da müssen wir erstmal schauen!?!“ murmelte man hinter dem Tisch, der mit zahlreichen Teebechern beladen war, aber da war es schon zu spät und ein halber Mund voll Tee ist ja schließlich auch besser als nichts. Die 10 km-Strecke führte dann doch noch durch den lange ersehnten Wald, die 2. Wasserstelle klappte prima und das Stadion geriet langsam in Höhrweite. Noch 250 Meter Stadion mit Jungnickels Kommentaren und es war geschafft! Gefühlte 10 Liter Flüssigkeit, Obst, Kuchenbuffet und eine tolle Massage durch prof. Physiotherapeuten machten uns wieder zu Menschen. Danach dann doch noch zum Strand und Fußball gucken und 4:1 gewinnen. Was für ein Tag!

MfG
Udo Gerull


Bericht von Manuela
Am 27.06 stand der 21. Deich- und Salzwiesenlauf
an. 8 POWER-Schnecken traten auf 5 km, 10 km und
Halbmarathon-Distanz an. Bei sehr warmen Temperaturen
ging es über Feldwege, am Strand entlang und zur Erholung
durch den Wald. Nach der Siegerehrung ging es für einige
Schnecken direkt an den Strand.

MfG
Manuela Busch

Ergebnisse:
5 km
Sabine Frahm-Gloe - 24./1. W35/0:28:17

10 km
Udo Gerull - 10./2. M45/0:43:27
Peter Schröder - 14./2. M50/0:45:21
Marion Buhrmann - 2./1. W40/0:48:38
Birgit Hamer - 14./4. W45/0:54:42
Manuela Busch - 37./ 2. W30/0:58:53

Mannschaftswertung 10 km der Frauen

2. Platz

Gesamtzeit: 2:42:14

Marion Buhrmann - 0:48:38
Birgit Hamer - 0:54:42
Manuela Busch - 0:58:53

Halbmarathon

Roland Fromme - 12./ 3. M45/1:36:59
Thomas Spenner - 54./13. M45/1:52:35

Samstag, 26. Juni 2010 - 09:48 Uhr
10. Flintbeklauf am 19.06.2010 – ist das hügelig

10. Flintbeklauf am 19.06.2010 – ist das hügelig

Insgesamt fünf Schnecken traten zum Flintbeklauf an und alle gemeinsam auf der längsten Distanz, den 10 Meilen. Zum Jubiläum hatte sich der Veranstalter etwas besonderes ausgedacht. Vor dem Start gab es ein Einlaufrunde auf dem Sportplatz, auf der das Läuferfeld, bewaffnet mit weißen und blauen Luftballons, diese gleichzeitig auffliegen ließen, ein wirklich schönes Bild. Danach gab es dann einen fliegenden Start auf der Straße (wie beim Trabrennen – nur langsamer).

Die Strecke hat wirklich alles zu bieten, sämtliche Beläge von Sand über Gras bis zu Asphalt. Es ging über Straßen, Waldwege und eine Kuhweide (die Kühe zeigten aber nur mäßiges Interesse), und vor allem regelmäßig hinauf und hinab und das auch teilweise so, dass für mich das laufen bergab keine wirkliche Erholung war. Die Ankündigung des Veranstalters einer sehr anspruchsvollen Strecke kann ich voll bestätigen und sie war auch wirklich schön, man muss nur ab und zu mal den Blick von der Straße heben.

Noch ein Wort zum Wetter: dass die Schafe die nach ihnen benannte Kälte durchs Eidertal getrieben haben, war herrlich, auch wenn wir gemeinsam vor dem Start etwas gefröstelt hatten. Bei sommerlichen Temperaturen wäre es sicherlich noch schwerer geworden.

Und hier unsere Ergebnisse:

Ralf Lohse 3./ 1. M45/ 1:07:39
Peter Schröder 18./ 3. M50/ 1:18:21
Holger Schilk 27./ 5. M50/ 1:23:06
Dirk Jürgens 33./ 8.M50/ 1:26:16
Manuela Busch 12./ 2.W30/1:43:25


Dirk Jürgens

Dienstag, 22. Juni 2010 - 21:53 Uhr
8. Eckernförder Staffelmarathon am 13.06.2010

Ein wahrer Schneckenauflauf – 29 an der Zahl, drei Teams, dazu viele Fans, die filmten, fotografierten, anfeuerten, alle zusammen in einem Zelt, das zum Glück nicht als Unterstand vor Regen dienen musste, sondern eher eine kleine Bäckerei darstellte. Die Promenade glich der Kiellinie während der Kieler Woche, es tummelten sich insgesamt 142 Staffeln auf der 4,2km langen Runde und besonders am Start und beim Wechsel ging es heiß zur Sache. Aber wir waren nicht nur viele – wir waren auch gut! Völlig überraschend, weil keiner auf die Gegner geachtet hatte, belegte die Damenstaffel hinter den U3-Speedmädels, bei denen auch Trixi und Britta mitliefen, Platz 2 mit der schnellsten je gelaufenen Zeit und auch die Männerstaffel stellte mit einer Zeit unter 3 Stunden einen Vereinsrekord im Marathon auf – gemeinsam sind wir stark!
Hier unsere Ergebnisse:
Damenstaffel: Platz 2 mit einer Gesamtzeit von 3:18,15 erreichten:
Karolin, Katja, Nina, Katrin, Birgit, Kerstin, Marion, Trixi, Katja und Britta
Männerstaffel I: Platz 17 mit einer Gesamtzeit von 2:56, 59 erreichten:
Michael, Nils, Hendrik, Thorsten, Roland, Udo, Felix, Marcus, Holger und Peter
„Gemischte“ Männerstaffel: Platz 64 mit einer Gesamtzeit von 3:30,06 erreichten:
Bertram, Dirk, Manuela, Birgit, Rolf, Holger, Henning, Ralf, Heinz und Udo, der als einziger 2x laufen wollte

Dienstag, 15. Juni 2010 - 20:59 Uhr
8. Gettorf-Lauf am 06.06.2010

Für viele stand wieder ein laufreiches Wochenende auf dem Programm: Samstag der Lauf zwischen den Meeren und Sonntag Gettorf, aber da beide Veranstaltungen einfach dazugehören, fällt es schwer, sich zu entscheiden. So waren auch viele der Meinung, dass einmal 10 Meilen reichen. Traditionsgemäß schien die Sonne und es war schön warm, da störte es wenig, dass die Duschen kalt blieben. Wir waren wieder mit einer großen Schneckenschar vertreten – hier unsere Ergebnisse:
5 Kilometer
Peter Schroeder – 16./3.M50/20:37
Kerstin Mackeprang - 9./1.W45/23:02
Heinz Kliss – 55./1.M65/24:03
Kerstin Kronenbitter – 22./2.W45/25:31
Birgit Hamer – 26./3.W45/26:03
Lars Kronenbitter – 104./21.SC/26:31
Manuela Busch – 68./5.W30/29:37
Sven Martens – 135./5.M30/29:39

10 Meilen
Ralf Lohse – 22./4.M45/1:06,00
Trixi Trapp – 2./1.W30/1:06,53
Michael Trapp – 31./11.M40/1:08,36
Roland Fromme – 38./6.M45/1:10,15
Holger Schilk – 89./12.M50/1:15,56
Britta Hagge – 10./2.W35/1:17,28
Udo Gerull – 109./23./M45/1:18,02
Marion Buhrmann – 13./4.W40/1:18,02
Thorsten Sturm – 115./26.M40/1:18,34
Bertram Pagel – 148./19.M50/1:21,57
Thomas Spenner – 150./33.M45/1:22,06
Dirk Jürgens – 165./23.M50/1:23,03
Ralf Rudolph – 168./41.M40/1:23,24
Holger Marten – 181./7.M55/1:24,44
Bernd Bichel – 185./9.M55/1:25,35
Rolf Willing – 194./11.M55/1:26,10

Donnerstag, 10. Juni 2010 - 06:47 Uhr
Eine Seefahrt die ist lustig… oder Kurzurlaub mit Laufeinlage in Göteborg. Ein Laufbericht von Ralf Lohse

Schon fast ein Jahr laufen die ersten Überlegungen und Vorbereitungen für die große Laufreise der POWER-Schnecken 2010. Von Monat zu Monat steigt die Spannung und am Freitagabend 21. Mai findet sich endlich eine 46-köpfige buntgemischte Läuferinnen- und Läufertruppe an Bord der Stena Skandinavica. Nach dem Einchecken und Verteilung auf die unterschiedlichen Kabinen treffen wir uns alle auf dem Sonnendeck wieder, um bei herrlich sonnigem Frühlingswetter die Ausfahrt aus der Kieler Förde zu genießen. Nils überrascht uns anlässlich seines Geburtstages mit diversen Flaschen Sekt, Kuchen und Naschis. Die Abendgestaltung verläuft individuell unterschiedlich mit privater Nudelparty, Sonnenuntergang über Langeland genießen oder Besuch der eher mäßigen Borddisco.

Die Nacht in den 4-Personen-Schuhkartons, sie nennen das hier Kabine, wird zu einer Belastungsprobe der besonderen Art. Jugendherbergszimmer sind geräumige Suiten im Vergleich zu den Schlafboxen auf der Stena. Die meisten von uns haben die winzigen 4-Bett-Kabinen gebucht, sicher ohne zu ahnen auf was man sich damit einlässt. Es erfordert einiges logistisches Geschick und ausgeprägten Gleichgewichtssinn sich zu viert umzuziehen, die Taschen und Rucksäcke auf dem handtuchbreiten Gang so zu platzieren, dass man von den Kojen noch zum Minibad-Dusch-Klo und zurück kommt, ohne stecken zu bleiben oder über die Leiter für die Hochkojen, Schuhe oder sonstige Kleinteile zu fallen. Endlich im Bett liegend kann man wahlweise der Unterhaltung der rechten oder linken Nachbarkabine lauschen, Privatsphäre gibt’s ja zuhause genug! Die unvermeidlichen Vibrationen der Schiffsmaschine versetzen die gesamte Kabine in Schwingungen und dennoch schlafen wir schließlich ein. Bei einem nächtlichen Bedürfnis sind dank der Power-Spülung der Toilette sämtliche Passagiere von der eigenen und vermutlich auch der Nachbarkabinen kurzzeitig hellwach. Glücklich können sich jene schätzen, die trotz der inzwischen deutlich gestiegenen Kabinentemperatur schnell wieder einschlafen können. Andere fühlen sich animiert und suchen ebenfalls das „stille Örtchen“ auf und das ganze beginnt von vorn. Es verwundert am frühen Morgen des Samstag niemanden, dass bereits um 7 Uhr die ersten Frühschnecken auf dem Weg zum Frühstücksbuffet sind. Bei 4 menschlichen Heizkörpern und einer Mini-Alibi-Klimaanlage braucht sich am Morgen keiner über die geschätzten 28° Celsius und 95 % Luftfeuchte wundern…

Das Frühstück war übrigens ausgesprochen lecker und beim Blick aus den Fenster tauchen bei grauem Himmel bereits die ersten Schären an der schwedischen Küste auf. Nach dem Frühstück geht es schnell an Deck um das Sauerstoffdefizit der Nacht notdürftig aufzufüllen. Göteborg begrüßt uns mit einem kleinen Schauer, was uns aber nicht vom Deck vertreibt. Zu spannend ist das Gewirr der kleinen und großen Inselchen, Siedlungen, Yachthäfen, Leuchttürme, Containerschiffe, Fähren und der Betrieb von Skandinaviens größtem Hafen. Wir gleiten langsam unter der rund 60 m hohen Älvsborgsbron hindurch, jener Brücke, die die 36 Läuferinnen und Läufer unserer Gruppe am Nachmittag bei km 5 als höchsten Punkt überqueren werden. Beim Anlegen der Fähre bessert sich das Wetter zusehends, es wird warm, richtig warm…

Die Nichtläufer, also Zuschauer erkunden die Stadt Göteborg teil zu Fuß und teils mit einer Stadtrundfahrt. “Der Guide von der Stena-Line war ja so niedlich…“ habe ich später gehört. Ein wahrer Höhepunkt war das frisch eingeweihte Riesenrad, dass einen imposanten Ausblick über die gesamte Stadt und einen großen Teil der Laufstrecke bietet. Die 36 Läuferinnen und Läufer machen sich in unterschiedlichen Gruppen und teils mit Straßenbahn, teils per pedes auf dem Weg zum rund 4 km entfernten Start- und Zielbereich des 31. GöteborgsVarvet, dem Halbmarathon mit 58.122 gemeldeten Starterinnen und Startern! Der 1. Start für die Elite erfolgt um 13:30 Uhr, in insgesamt 20 Gruppen werden je rund 3000 Sportler in Abständen von wenigen Minuten bis 16:00 Uhr auf die Strecke geschickt. Kaum zu glauben, aber es hat funktioniert!

Wir vertreiben uns die Zeit mit dem Abholen der Startunterlagen, Orientierung auf dem riesigen Areal des Slottsskogvallen und Startvorbereitungen. Diese “Startvorbereitungen“ (Abhängen, dösen, neudeutsch chillen) finden überwiegend im Schatten von Stadiondach und Wald statt, denn inzwischen ist es hochsommerlich warm geworden, mindestens 25° im Schatten. Die Strecke verläuft jedoch zu 95 % in der Sonne, also haben wir deutlich höhere Temperaturen. Damit ist die Klamottenfrage eindeutig geklärt. Hunderte Dixi-Klos, schier endlose Flächen mit Kleiderbeuteln, zig Getränke- und Fressstände, sowie Zelte zum Umkleiden und Container zum Duschen sind auf den riesigen Areal verteilt. Erstaunlich mit welcher Ruhe und Gelassenheit diese Mammut-Veranstaltung über die Bühne geht, alles scheint perfekt aufeinander abgestimmt zu sein, keine Hektik, alle nett und freundlich.

Ich ordne mich im falschen Block ein und starte „erst“ um 13:33 Uhr. Ich brauche ca. 4 km bis ich einigermaßen frei mein Tempo laufen kann, wahrscheinlich war es ganz gut so früh ausgebremst zu werden, denn bei diesen Menschenmassen, dem anspruchsvollen kuppigen Streckenprofil und der Hitze sind ohnehin keine Bestzeiten zu erzielen. Der Kurs führt auf breiten aber vollen Wegen durch den wunderschönen Landschaftspark Slottsskogen, durch ein Wohngebiet mit vielen bunten Holzfassaden hinauf zur schon erwähnten Brücke. Zwischendurch ein Blick über den Hafen und aufs Nordufer, ach ja Lächeln und Winken nicht vergessen, denn hier ist eine der zahlreichen Fernsehkameras mit Live-Schaltung aufgebaut. Alle paar hundert Meter wird musiziert, die Bandbreite reicht von Klassik über Folklore und Pop bis hin zu fetzigem Hardrock. Mein Favorit war die Hardrockband an der Spitzkehre nach der großen Brücke, das macht das Bergablaufen noch etwas schneller. Auf dem Nordufer geht es flach weiter an dem Werftkran der ehemaligen Eriksberg-Werft vorbei und durch Gewerbegebiete hindurch bis in verschiedene Wohn- und Gewerbegebiete mit Passagen am Ufer und interessanten Blicken auf die Südseite des Hafens. Bei km 15 wird der Hafen über die flachere Götaälvbron erneut überquert. Ca. alle 2 km gibt es Wasser oder Iso-Getränk, manchmal sogar eine Dusche mit dem Schlauch oder nasse Schwämme. Das Publikum an der Strecke, insbesondere im Zentrum an der Avenyn und am Götaplatsen hat uns begeistert angefeuert. Dort habe ich in dem Getümmel sogar die Gruppe von Christian, Birgit, Kirsten, Doris und Claudia getroffen, das gab noch mal einen kleinen Motivationsschub. Die letzten 5-6 km geht es teils unter schattigen Alleen, meist jedoch an Hauptstraßen entlang, die langsam aber stetig bergauf zu führen scheinen. Zum Schluss läuft man noch ein Stück durch den Park und kommt nach einer knackigen Steigung in den Bereich des altehrwürdigen Stadions mit dem ersehnten Ziel. Auf meinem 300m-Schlussspurt kann ich noch viele Läufer überholen und komme schließlich als 1.001. an. Ich bin jedoch so geschafft, dass ich es nicht mehr schaffe den Start des größten Teils unserer Gruppe um 15:19 Uhr zu erleben. Ich trinke wie an der Strecke so auch im Ziel reichlich, lasse mich von erfahrenen Masseuren durchkneten und trinke entgegen meiner Gewohnheit einen Gratis-Kaffee. So gestärkt hole ich meine Tasche, dusche im Container und fühle mich anschließend schon deutlich besser. Im Zielbereich treibe ich mich eine Weile rum und staune über den reibungslosen Ablauf dieser irren Laufveranstaltung. Ich postiere mich kurz vor dem Ziel und sehe einige Powerschnecken die letzte Steigung vor dem Ziel erklimmen. Es ist ein unglaublicher Anblick, dieses nicht enden wollende Band von Läufern. Man hat das Gefühl eine breite Ameisenstraße zu beobachten. Schließlich mache ich mich durch den Park auf den Rückweg zur Fähre mit der Hoffnung, dass auch die spät gestarteten Schnecken die Fähre noch rechtzeitig erreichen. Kurz vor der Fähre treffe ich Peter und Holger, die ebenso begeistert von ihren Erlebnissen berichten. Ach ja, die Medaille ist auch eine besondere Schönheit und bekommt bei vielen bestimmt einen Ehrenplatz. An Bord trudeln so nach und nach alle Schnecken wieder ein und berichten sich gegenseitig begeistert von ihren Lauf- und sonstigen Erlebnissen. Auf den letzten Drücker erreichen auch Sabine und Dieter die Fähre und beanspruchen zunächst die Dusche in unserem „Luxusbad“.

Bei herrlichem Sonnenschein versammeln sich alle erneut auf dem gleichnamigen Deck und genießen die Ausfahrt aus dem Hafen von Göteborg. Jetzt wird auch hier und da ein Bierchen genossen, das haben wir uns verdient! Abends treffen wir uns alle wieder zum Skandinavischen Buffet, wo wir die lukullischen Köstlichkeiten der Bordküche in allen Variationen genießen. Askese war gestern , heute frönen wir dem Genuss! Das war ein wahrhaft krönender Abschluss eines unvergesslichen Tages. Abends passiert wider Erwarten nicht mehr viel, die Krieger und Kriegerinnen sind erschöpft, glücklich und vollgefressen und nicht in der Stimmung etwa in der Disco abzutanzen. Noch ein wenig Duty-free-Shopping und dann geht es überwiegend zeitig zurück in die beliebten Kojen.

Die zweite Nacht läuft ähnlich ab wie die erste, nur sind viele von uns vermutlich noch erschöpfter und schlafen trotz aller Einschränkungen und Erschwernisse. Bei milden Temperaturen und Sonnenschein läuft die Stena am Morgen des Pfingstsonntag in die Kieler Förde ein und wir genießen abermals die ungewohnte Perspektive auf die Fördeufer und träumen vielleicht insgeheim schon vom eigenen Bett. Man hat das Wochenende ja quasi noch vor sich, herrliche Aussichten!

Für mich und vermutlich einige Schnecken mehr steht nach dieser tollen Seereise fest: Das war nicht der letzte Göteborg-Halbmarathon. Wir kommen wieder, denn jetzt wissen wir, was uns in Göteborg erwartet: Ein perfekt organisiertes Laufevent mit unendlichen vielen Gleichgesinnten in einer wunderschönen Stadt und mit einem herzlichen Publikum, dass eine Gänsehautstimmung verbreitet. Gewonnen hat übrigens ein Kenianer mit neuer Bestzeit von rund 61 Minuten; der hat sich an diesem schönen Sommertag wahrscheinlich heimisch gefühlt.

Einen ganz besonderen Dank möchte ich an Holger Marten richten, der diese tolle Laufreise für uns alle organisiert hat! Herzlichen Dank für die gute Vorbereitung, Buchung und Ausstattung mit den Göteborg-Shirts.

Ralf Lohse

Sonntag, 6. Juni 2010 - 09:08 Uhr
Der echte Halbmarathon in Göteborg 2010 – ein Tatsachenbericht von Birgit Hübner

Am Freitag den 21.05.2010 um 17.30 h wurden wir von Familie Schilk eingesammelt und es ging ab zum Stena-Terminal in Kiel. Kurz nach 18 h war Check-In und die Suche in Richtung Kabinensuche ging los. Gut untergebracht und die Sachen verstaut, haben wir uns alle auf dem Sonnendeck getroffen und pünktlich um 19 h legte die Fähre ab in Richtung Göteborg. In Höhe Heikendorf/Möltenort wurden dann durch kollektives Winken Kiel und auch die Eltern von Doris Schilk verabschiedet. Anschließend haben wir unserem 2. Vorsitzenden Nils Hagge ein kleines Geburtstagsständchen gebracht und wurden dafür mit Sekt und Leckereien entlohnt.

Am Samstag wurden wir dann um 7:15 h von der Bordcrew geweckt. Am Frühstücksbüffet haben wir uns die Bäuche für den bevorstehenden Göteborg-Halbmarathon voll geschlagen.

Doris, Claudia, Kirsten, Birgit und Christian stürmten um 9.30 h auf den Tourenbus zu, der uns zur Startlinie brachte. Leider war der Fahrer scheinbar nicht sehr ortskundig, da wir auf dem Weg zur Startlinie sämtliche Sehenswürdigkeiten von Göteborg angefahren haben. Dank eines netten jungen Mannes, der wohl schön öfter in Göteborg war und uns nicht nur den Weg wies, sondern auch über die Stadt zu berichten wußte („zur Begeisterung zwei Damen – ohne Namen nennen zu wollen“), fanden wir uns dann endlich nach 2 Stunden im Startbereich vor dem größten Einkaufszentrum Göteborgs ein. Die Läufermassen im Startbereich sind schon beeindruckend. Der Startschuß fiel, die Tore zum Einkaufszentrum öffneten sich und wir liefen fast alle gleichzeitig über die Startlinie ins Läuferfeld des Einkaufszentrums. Nach ungefähr 500 m stellten wir fest, daß uns die Blase drückte. Man kennt das ja, die Aufregung vor dem großen Lauf. Dank einer einheimischen Mitstreiterin wurde uns der Zugang zu den öffentlichen Toiletten schnell und kostenfrei zur Verfügung gestellt – einer hielt für den anderen Wache. Anschließend stürzten wir uns wieder ins Läuferfeld und 100 m weiter kam gleich das nächste Hindernis. Ein Geschenkladen, den man einfach nicht ungesehen passieren durfte. Nach gründlicher Betrachtung und Erörterung kamen wir dann für Claudia zu dem Entschluß, einen kleinen Einkauf zu tätigen. Mit Glücksgefühlen, die Christian ins Gesicht geschrieben standen, verließen wir das Geschäft, um gleich nebenan in ein Haushaltswarengeschäft zu sprinten (Christian war noch tapfer). 15 Minuten später ging es dann weiter auf der Strecke in eine der aktuellen Modeboutiquen, wo Claudia auf die Suche nach einer Jacke ging. Christians Versuch, ein geblümtes Hemd mit Totenköpfen zu erstehen, wurde ihm Keim erstickt. Hiernach ging es dann weiter auf die Strecke bis zum 1. Getränkestand, den Christian schon sehnlichst erwartete. Gut versorgt verlief der weitere Lauf dann über die nächsten 2 Stunden in eben beschriebener Weise (von Christian gefühlte Geschäftsbesuche ca. 300). Nicht nur die Treue Begleitung wurde von dem männlichen Mitstreiter erwartet, nein er mußte sich auch aktiv in die Meinungsfindung und Entscheidungen einbringen, ob etwas gut sitzt, aussieht, etc. Eine wirklich anspruchsvolle Strecke, die alles von ihm forderte.

Die Mittagsverpflegung wurde dann durch eine Spezialität aus Göteborg , einem Döner Kebab abgedeckt. Auf der Hälfte der Strecke begegneten wir einer Menschenansammlung, die von sich behauptete, einen Göteborg-Halbmarathon zu veranstalten. Wir stellten uns kurz zum brüllenden Publikum und jubelten der POWER-Schnecke Ralf Lose kräftig zu. Den Läufer Roland Fromme haben wir mindestens gefühlte 8 mal gesehen und dann auch wieder nicht. Als nächstes wurde das Altstadtviertel von uns durchlaufen, wo Christian mit den 4 Mädels eine Latte hatte. Anschließend wurde auf der Strecke ein Bademoden- und Dessousgeschäft unsicher gemacht. Um den Ruf der Deutschen Bevölkerung nicht völlig zu ruinieren, trieb Christian die laut gackernden Mädels aus dem Geschäft weiter auf die Strecke, in der Hoffnung, nun endlich alles unter Kontrolle zu haben. Aber weit gefehlt. Doris bog gleich darauf in ein Geschäft mit Dingen, die die Welt nicht braucht, um dort einen Löffel zu kaufen.

Ein absolutes Highlight an der Strecke war das neu eröffnete Riesenrad von Göteborg, das wir natürlich auch gleich ausprobiert haben. Der Blick belohnte uns für alle Mühen und Strapazen. Kirsten wies uns immer wieder darauf hin, daß wir dabei sind, unsere Bestzeit aus den Augen zu verlieren und trieb uns an. Nun ging es dann auf die Zielgerade in Richtung Stena-Terminal. Christian und Claudia wollte hierfür auf die Abkürzung mittels Wassertaxi abzweigen, was durch die ehrgeizige Doris verhindert wurde mit dem Schlachtruf „move your Body!“. Die letzte Stunde unseres Run sollte noch einmal alles von uns abfordern. Noch pünktlich vor Zielschluß erreichten wir dann die Ziellinie und gingen um 18:20 h als Finisher an Bord. Diesen Halbmarathon hat unsere Truppe in einer Bestzeit von sage und schreibe 8 Stunden, 50 Minuten und 25 Sekunden geschafft. Das soll uns erst einmal einer nachmachen.

Nähere Einzelheiten wird es später auf einer DVD zu sehen geben.

Sonntag, 6. Juni 2010 - 08:06 Uhr
Friedrichsorter Deichlauf am 28. Mai 2010

Zum 3. Mal hat das Team um Uwe Cizinski den abwechslungsreichen und angenehm familiären Lauf ausgerichtet. Der gemeinsame Start erfolgt im Zentrum Friedrichsort, dann geht es weiter über die Straßen Brauner Berg und Palisadenweg an den Deich. An der „Deichperle“ geht es auf den Deich und man genießt den tollen Blick auf den Falkensteiner Strand, den Leuchtturm und die Schiffe. Der Weg zurück zum Start und Ziel führt langsam aber fast stetig steigend über den Grüffkamp vorbei an Kleingärten und durch ein Wohngebiet. Nach 5,2 km ist die Kurzstrecke geschafft , Manuela Busch hat dafür 28:44 min gebraucht und den 2. Platz W30 geschafft. Für die Langstreckler (10,4 km) gibt es eine zweite Runde mit folgenden Ergebnissen:

Name Zeit AK-Platz Gesamt-Platz
Rolf Willing 57:13 3. M55 63
Dirk Jürgens 53:31 3. M50 44
Ralf Lohse 43:30 1.M45 10

Donnerstag, 20. Mai 2010 - 20:58 Uhr
Ottendorf und Fischhalle - der Mai ist voller Läufe(r)

16. Ottendorfer Kanallauf am 02.05.2010Sonnenschein, fast blühende Rapsfelder und nur eine leichte Brise, ein abgeholzter Knick und viel los – das ist Ottendorf und trotz des Rücktritts von Elke und Dietmar lief alles reibungslos. Über beide Strecke setzte sich ein großes Läuferfeld in Bewegung in Richtung Kanal, für die einen hieß es, in Landwehr den Hügel hochzukommen, für die anderen ging es dafür länger durch die Felder. Im Ziel waren folgende Schnecken erschöpft, zufrieden und erfolgreich:
Bambinilauf:
Finn Hagge, der ohne Anzuhalten fast allein gelaufen ist und das die ganze Runde ums Biotop
Kurzlauf 5,5km
Name Altersklasse Platz AK Platz gesamt Zeit
Holger Schilk M50 1 19 24:31
Kerstin Kronenbitter W45 1 40 26:36
Henning Jürgensen M65 2 33 28:22
Lars Kronenbitter SC 6 55 28:31
Achim Kronenbitter M45 4 97 31:40
Manuela Busch W30 4 98 31:47
Sabine Frahm-Gloe W35 6 101 32:02

Langlauf 11,111km
Name Altersklasse Platz AK Platz gesamt Zeit
Trixi Trapp W30 1 2 44:49
Britta Hagge W35 2 5 48:25
Peter Schroeder M50 14 126 51:13
Thomas Spenner M45 33 182 53:35
Henrik Behrends M30 17 215 54:55
Bertram Pagel M50 27 231 55:30
Thorsten Sturm M40 57 242 55:54
Dirk Jürgens M50 30 249 55:16
Heinz Kliss M65 3 256 56:39
Bernd Bichel M55 13 266 56:55
Ralf Rudolph M40 60 271 57:03
Rolf Willing M55 14 275 57:15
Holger Marten M55 15 284 57:33
Katja Hameister WH 4 331 59:02
Karolin Behrends WH 5 345 59:51
Katrin Uhlig WH 7 349 59:57

6. Ostufer Fischhallenlauf am 16.05.2010
Regen, Wind hoch 5, aber eine neue Strecke über das Gelände von HDW – Fischhalle einmal anders – und zum Glück hörte es dann doch irgendwann auf zu regnen, wenn auch zu spät, um die Siegerehrung wie gewohnt draußen stattfinden zu lassen. So war es in der Turnhalle eng und stickig und einen richtigen Gewinner gab es bei der Tombola auch nicht – untypisch für uns Schnecken. Aber wir waren in einer großen Zahl am Start:
Bambinilauf:
Finn Hagge, der ohne Mama nur von Henrik und Katrin begleitet die 700m allein lief
Schülerlauf 5km:
Lars Kronenbitter – 11.SC/52.gesamt/25:30
Langstrecke 10km:
Name Altersklasse Platz AK Platz gesamt Zeit
Ralf Lohse M45 6 34 40:09
Michael Trapp M40 12 36 40:22
Trixi Trapp W30 1 47 41:11
Peter Schroeder M50 9 82 43:32
Ulli Wollschläger M50 10 89 43:47
Britta Hagge W35 2 92 43:52
Udo Gerull M45 22 112 44:54
Marion Buhrmann W40 1 128 45:19
Holger Schilk M50 15 141 45:55
Henrik Behrends M30 11 158 46:32
Norbert Mackeprang M50 23 184 47:17
Bertram Pagel M50 30 229 48:27
Kerstin Kronenbitter W45 4 244 48:45
Thorsten Sturm M40 64 257 49:03
Kerstin Mackeprang W45 6 266 49:22
Ralf Rudolph M40 66 274 49:32
Heinz Kliss M65 3 305 50:22
Bernd Bichel M55 16 317 50:34
Rolf Willing M55 17 351 51:20
Henning Jürgensen M65 6 373 52:04
Karolin Behrends WH 7 474 55:49
Katrin Uhlig WH 8 475 55:49
Manuela Busch W30 18 554 59:24
Achim Kronenbitter M45 96 591 1:01,30


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