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Laufberichte

Sonntag, 6. Juni 2010 - 09:08 Uhr
Der echte Halbmarathon in Göteborg 2010 – ein Tatsachenbericht von Birgit Hübner

Am Freitag den 21.05.2010 um 17.30 h wurden wir von Familie Schilk eingesammelt und es ging ab zum Stena-Terminal in Kiel. Kurz nach 18 h war Check-In und die Suche in Richtung Kabinensuche ging los. Gut untergebracht und die Sachen verstaut, haben wir uns alle auf dem Sonnendeck getroffen und pünktlich um 19 h legte die Fähre ab in Richtung Göteborg. In Höhe Heikendorf/Möltenort wurden dann durch kollektives Winken Kiel und auch die Eltern von Doris Schilk verabschiedet. Anschließend haben wir unserem 2. Vorsitzenden Nils Hagge ein kleines Geburtstagsständchen gebracht und wurden dafür mit Sekt und Leckereien entlohnt.

Am Samstag wurden wir dann um 7:15 h von der Bordcrew geweckt. Am Frühstücksbüffet haben wir uns die Bäuche für den bevorstehenden Göteborg-Halbmarathon voll geschlagen.

Doris, Claudia, Kirsten, Birgit und Christian stürmten um 9.30 h auf den Tourenbus zu, der uns zur Startlinie brachte. Leider war der Fahrer scheinbar nicht sehr ortskundig, da wir auf dem Weg zur Startlinie sämtliche Sehenswürdigkeiten von Göteborg angefahren haben. Dank eines netten jungen Mannes, der wohl schön öfter in Göteborg war und uns nicht nur den Weg wies, sondern auch über die Stadt zu berichten wußte („zur Begeisterung zwei Damen – ohne Namen nennen zu wollen“), fanden wir uns dann endlich nach 2 Stunden im Startbereich vor dem größten Einkaufszentrum Göteborgs ein. Die Läufermassen im Startbereich sind schon beeindruckend. Der Startschuß fiel, die Tore zum Einkaufszentrum öffneten sich und wir liefen fast alle gleichzeitig über die Startlinie ins Läuferfeld des Einkaufszentrums. Nach ungefähr 500 m stellten wir fest, daß uns die Blase drückte. Man kennt das ja, die Aufregung vor dem großen Lauf. Dank einer einheimischen Mitstreiterin wurde uns der Zugang zu den öffentlichen Toiletten schnell und kostenfrei zur Verfügung gestellt – einer hielt für den anderen Wache. Anschließend stürzten wir uns wieder ins Läuferfeld und 100 m weiter kam gleich das nächste Hindernis. Ein Geschenkladen, den man einfach nicht ungesehen passieren durfte. Nach gründlicher Betrachtung und Erörterung kamen wir dann für Claudia zu dem Entschluß, einen kleinen Einkauf zu tätigen. Mit Glücksgefühlen, die Christian ins Gesicht geschrieben standen, verließen wir das Geschäft, um gleich nebenan in ein Haushaltswarengeschäft zu sprinten (Christian war noch tapfer). 15 Minuten später ging es dann weiter auf der Strecke in eine der aktuellen Modeboutiquen, wo Claudia auf die Suche nach einer Jacke ging. Christians Versuch, ein geblümtes Hemd mit Totenköpfen zu erstehen, wurde ihm Keim erstickt. Hiernach ging es dann weiter auf die Strecke bis zum 1. Getränkestand, den Christian schon sehnlichst erwartete. Gut versorgt verlief der weitere Lauf dann über die nächsten 2 Stunden in eben beschriebener Weise (von Christian gefühlte Geschäftsbesuche ca. 300). Nicht nur die Treue Begleitung wurde von dem männlichen Mitstreiter erwartet, nein er mußte sich auch aktiv in die Meinungsfindung und Entscheidungen einbringen, ob etwas gut sitzt, aussieht, etc. Eine wirklich anspruchsvolle Strecke, die alles von ihm forderte.

Die Mittagsverpflegung wurde dann durch eine Spezialität aus Göteborg , einem Döner Kebab abgedeckt. Auf der Hälfte der Strecke begegneten wir einer Menschenansammlung, die von sich behauptete, einen Göteborg-Halbmarathon zu veranstalten. Wir stellten uns kurz zum brüllenden Publikum und jubelten der POWER-Schnecke Ralf Lose kräftig zu. Den Läufer Roland Fromme haben wir mindestens gefühlte 8 mal gesehen und dann auch wieder nicht. Als nächstes wurde das Altstadtviertel von uns durchlaufen, wo Christian mit den 4 Mädels eine Latte hatte. Anschließend wurde auf der Strecke ein Bademoden- und Dessousgeschäft unsicher gemacht. Um den Ruf der Deutschen Bevölkerung nicht völlig zu ruinieren, trieb Christian die laut gackernden Mädels aus dem Geschäft weiter auf die Strecke, in der Hoffnung, nun endlich alles unter Kontrolle zu haben. Aber weit gefehlt. Doris bog gleich darauf in ein Geschäft mit Dingen, die die Welt nicht braucht, um dort einen Löffel zu kaufen.

Ein absolutes Highlight an der Strecke war das neu eröffnete Riesenrad von Göteborg, das wir natürlich auch gleich ausprobiert haben. Der Blick belohnte uns für alle Mühen und Strapazen. Kirsten wies uns immer wieder darauf hin, daß wir dabei sind, unsere Bestzeit aus den Augen zu verlieren und trieb uns an. Nun ging es dann auf die Zielgerade in Richtung Stena-Terminal. Christian und Claudia wollte hierfür auf die Abkürzung mittels Wassertaxi abzweigen, was durch die ehrgeizige Doris verhindert wurde mit dem Schlachtruf „move your Body!“. Die letzte Stunde unseres Run sollte noch einmal alles von uns abfordern. Noch pünktlich vor Zielschluß erreichten wir dann die Ziellinie und gingen um 18:20 h als Finisher an Bord. Diesen Halbmarathon hat unsere Truppe in einer Bestzeit von sage und schreibe 8 Stunden, 50 Minuten und 25 Sekunden geschafft. Das soll uns erst einmal einer nachmachen.

Nähere Einzelheiten wird es später auf einer DVD zu sehen geben.

Sonntag, 6. Juni 2010 - 08:06 Uhr
Friedrichsorter Deichlauf am 28. Mai 2010

Zum 3. Mal hat das Team um Uwe Cizinski den abwechslungsreichen und angenehm familiären Lauf ausgerichtet. Der gemeinsame Start erfolgt im Zentrum Friedrichsort, dann geht es weiter über die Straßen Brauner Berg und Palisadenweg an den Deich. An der „Deichperle“ geht es auf den Deich und man genießt den tollen Blick auf den Falkensteiner Strand, den Leuchtturm und die Schiffe. Der Weg zurück zum Start und Ziel führt langsam aber fast stetig steigend über den Grüffkamp vorbei an Kleingärten und durch ein Wohngebiet. Nach 5,2 km ist die Kurzstrecke geschafft , Manuela Busch hat dafür 28:44 min gebraucht und den 2. Platz W30 geschafft. Für die Langstreckler (10,4 km) gibt es eine zweite Runde mit folgenden Ergebnissen:

Name Zeit AK-Platz Gesamt-Platz
Rolf Willing 57:13 3. M55 63
Dirk Jürgens 53:31 3. M50 44
Ralf Lohse 43:30 1.M45 10

Donnerstag, 20. Mai 2010 - 20:58 Uhr
Ottendorf und Fischhalle - der Mai ist voller Läufe(r)

16. Ottendorfer Kanallauf am 02.05.2010Sonnenschein, fast blühende Rapsfelder und nur eine leichte Brise, ein abgeholzter Knick und viel los – das ist Ottendorf und trotz des Rücktritts von Elke und Dietmar lief alles reibungslos. Über beide Strecke setzte sich ein großes Läuferfeld in Bewegung in Richtung Kanal, für die einen hieß es, in Landwehr den Hügel hochzukommen, für die anderen ging es dafür länger durch die Felder. Im Ziel waren folgende Schnecken erschöpft, zufrieden und erfolgreich:
Bambinilauf:
Finn Hagge, der ohne Anzuhalten fast allein gelaufen ist und das die ganze Runde ums Biotop
Kurzlauf 5,5km
Name Altersklasse Platz AK Platz gesamt Zeit
Holger Schilk M50 1 19 24:31
Kerstin Kronenbitter W45 1 40 26:36
Henning Jürgensen M65 2 33 28:22
Lars Kronenbitter SC 6 55 28:31
Achim Kronenbitter M45 4 97 31:40
Manuela Busch W30 4 98 31:47
Sabine Frahm-Gloe W35 6 101 32:02

Langlauf 11,111km
Name Altersklasse Platz AK Platz gesamt Zeit
Trixi Trapp W30 1 2 44:49
Britta Hagge W35 2 5 48:25
Peter Schroeder M50 14 126 51:13
Thomas Spenner M45 33 182 53:35
Henrik Behrends M30 17 215 54:55
Bertram Pagel M50 27 231 55:30
Thorsten Sturm M40 57 242 55:54
Dirk Jürgens M50 30 249 55:16
Heinz Kliss M65 3 256 56:39
Bernd Bichel M55 13 266 56:55
Ralf Rudolph M40 60 271 57:03
Rolf Willing M55 14 275 57:15
Holger Marten M55 15 284 57:33
Katja Hameister WH 4 331 59:02
Karolin Behrends WH 5 345 59:51
Katrin Uhlig WH 7 349 59:57

6. Ostufer Fischhallenlauf am 16.05.2010
Regen, Wind hoch 5, aber eine neue Strecke über das Gelände von HDW – Fischhalle einmal anders – und zum Glück hörte es dann doch irgendwann auf zu regnen, wenn auch zu spät, um die Siegerehrung wie gewohnt draußen stattfinden zu lassen. So war es in der Turnhalle eng und stickig und einen richtigen Gewinner gab es bei der Tombola auch nicht – untypisch für uns Schnecken. Aber wir waren in einer großen Zahl am Start:
Bambinilauf:
Finn Hagge, der ohne Mama nur von Henrik und Katrin begleitet die 700m allein lief
Schülerlauf 5km:
Lars Kronenbitter – 11.SC/52.gesamt/25:30
Langstrecke 10km:
Name Altersklasse Platz AK Platz gesamt Zeit
Ralf Lohse M45 6 34 40:09
Michael Trapp M40 12 36 40:22
Trixi Trapp W30 1 47 41:11
Peter Schroeder M50 9 82 43:32
Ulli Wollschläger M50 10 89 43:47
Britta Hagge W35 2 92 43:52
Udo Gerull M45 22 112 44:54
Marion Buhrmann W40 1 128 45:19
Holger Schilk M50 15 141 45:55
Henrik Behrends M30 11 158 46:32
Norbert Mackeprang M50 23 184 47:17
Bertram Pagel M50 30 229 48:27
Kerstin Kronenbitter W45 4 244 48:45
Thorsten Sturm M40 64 257 49:03
Kerstin Mackeprang W45 6 266 49:22
Ralf Rudolph M40 66 274 49:32
Heinz Kliss M65 3 305 50:22
Bernd Bichel M55 16 317 50:34
Rolf Willing M55 17 351 51:20
Henning Jürgensen M65 6 373 52:04
Karolin Behrends WH 7 474 55:49
Katrin Uhlig WH 8 475 55:49
Manuela Busch W30 18 554 59:24
Achim Kronenbitter M45 96 591 1:01,30


Dienstag, 18. Mai 2010 - 07:42 Uhr
FAHRRADTOUR 2010

Einen Tag vorher der 12.Mai 2010. Der Countdown läuft.
Den ganzen Tag Regenwetter. Die Stimmung sinkt.

Am Morgen des 13. Mai. DER Tag der Radtour. Nach dem Aufwachen vorsichtiges Rausgucken. Wow, zwar kalt aber trocken. Auf geht’s!

Um 9.30 Uhr ist Treffen bei Doris und Holger in Klausdorf. Jeder verstaut seine „Fressalien“. Diesmal können die Salate draußen stehen bleiben. Ist kalt genug…..

10 Uhr Abfahrt. 36 Schnecken treten in die Pedalen. Mist, man hätte Handschuhe gebraucht. Mitte Mai. Wahnsinn!

Der Weg führt uns durch den Schwentinepark. Kurzer Stopp um der Kapelle zuzuhören, die dort zur Morgenandacht spielt. Weiter geht’s Richtung Rastorf, dann nach Preetz. In Preetz kurze Pinkelpause. Erleichtert steigen wir aufs Rad und fahren den schönen Weg am Postsee entlang. Wann sind wir am Verpflegungsstand? Endlich! Wie immer top organisiert durch Sieghard, Ulla und Margot. Alles vor Ort. Kaffee, Tee, Sekt, belegte Brötchen und der Renner: KLATSCHBRÖTCHEN. Die Stärkung tut gut. Danach wieder aufs Rad. Der Hintern schmerzt ein wenig. Die Strecke durch den Wald wunderschön. Plötzlich kreuzen drei Rehe unseren Weg. TOP ORGANISATION!

Nach insgesamt 35 gefahrenen Kilometern endlich wieder in Klausdorf. Schnell, schnell den Grill anschmeißen. Hunger! Das Salatbüffet wird schnell aufgebaut. Lecker! Wir genießen die wohlverdiente Mahlzeit, das Bier und den Sekt. Gemütliches Beisammensein bis ca. 19.00 Uhr. Dann die ersten leichten Regentropfen. Was hatten wir für ein Glück unterwegs!

Vielen Dank für die schöne Tour an unser gesamtes Orgateam. Vor allem an Doris und Holger die uns zum wiederholten Male Unterschlupf gewährt haben.

NACH DER TOUR IST VOR DER TOUR!
Wer möchte 2011 mit organisieren? Für Tipps und Mengenangaben gerne beim letzten Veranstalter anfragen.

Mit sportlichen Grüßen
Marianne
PS: Es gibt ein Video und Bilder von der Tour (siehe Video u. Fotogalerie)

Sonntag, 16. Mai 2010 - 18:36 Uhr
Klein aber oho – 4 Powerschnecken erfolgreich beim Sun-Run in Grömitz

Beim diesjährigen Sun-Run im Ostseebad hat Trixi Trapp mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 1:26:52 h den Halbmarathon souverän gewonnen! Bei idealen Laufbedingungen von feuchtkühlen 10°C, Flaute und flacher Strecke gingen insgesamt knapp tausend Läuferinnen und Läufer auf die verschiedenen Strecken.

Im 10-km-Lauf wurde Marion Buhrmann mit einer Zeit von 44:24 min Siegerin in der AK W40 (Gesamtfeld 5. Platz)! Udo Gerull lief fast zeitgleich ins Ziel und wurde 6. in der AK M45 (42. Platz Gesamtfeld).

Nach dem „Aussetzer“ beim Hamburg-Marathon gelang mir selbst über die 21,1 km ein 5. Platz (2. M45) mit 1:24:43 h.

Ralf Lohse

Mittwoch, 28. April 2010 - 10:05 Uhr
Von 21km auf 42,195 km oder wie Holger ohne große Vorbereitung Marathon läuft.

Als einziger Läufer wollte Ralf die Power-Schnecken-Fahne beim
Hanse-Marathon in Hamburg am 25.4.10 hochhalten, ca 20 000 Läufer, Zeitziel ca. 3 h. Dementsprechend hatte er ein aufwendiges Trainingsprogramm. Eine Woche vorher traf Ralf eine schwere Erkältung, Montag Arztbesuch, bis Mittwoch krankgeschrieben.

Dienstag, ich erkundigte mich nach seiner Gesundheit und erwähnte scherzhaft, ich könnte ja für ihn laufen.

Mittwoch, ernsthafte Auseinandersetzung mit mir, was ist, wenn er nicht
läuft. Abends hieß es, er läuft nicht! Ich laufe! Jetzt gab es berechtigte Bedenken.

Donnerstag, Essensplan wird aufgestellt, Laufen reduziert, mehr trinken.

Freitag, Vorbereitung, Wetterbericht hören, sieht gut aus.
Samstag abend, Einladung bei Freunden, es gab Spargel!!!1Uhr im Bett!!

Sonntag, 25.04.
Der Wecker klingelt um 4.30 Uhr, Ralf holt mich um 5 Uhr ab.Wir fahren mit dem Bus vom LTV-Kiel-Ost nach Hamburg. Der Bus kam zu spät und der Fahrer, ein Bayer, kannte sich mit dem Bus nicht aus. Da er die Klappen für das Gepäck nicht aufbekam, mussten wir es im Gang stapeln.

Ankunft in Hamburg um 7.30 Uhr, noch 1,5 h bis zum Start. Wir gehen langsam zum Heiligengeistfeld. Noch ist es ziemlich leer und kalt. Wir geben alles ab, was nicht mehr gebraucht wird und sehen uns in Ruhe alles an, Startbereich und Zieleinlauf.
Die Uhr tickt. Ralf und ich laufen uns warm. Aber warum Ralf?

Die Anspannung steigt. Letzte Anweisung vom Personaltrainer Ralf, wo er an der Strecke steht.

8.50 Uhr, ich gehe in den Startbereich. Block C für Läufer, die 2,5 bis 3 h laufen. Ein kleiner überschaubarer Block. Ich habe das Gefühl, alle sind jünger als ich!!

9 Uhr, es geht los. Ich bin viel zu schnell, aber die schnellen Läufer ziehen mich mit.

km 11, ich sehe Ralf, er ist überrascht, mich so schnell zu sehen. Er ruft mir zu, du bist zu schnell. Komisch, das habe ich ihm auch immer gesagt. Der Marathon läuft gut. Ich fühle mich gut.

km 17, Kennedy-Brücke. Ich sehe Ralf.Er macht Bilder. Ruft mir aufmunternde Worte zu.

km 25, Ich merke, das ich mehr Kraft aufwenden muss, um die Zeit zu halten. Ich werde langsamer.

Km 33, mache am Getränkestand erste Gehpause, es fällt mir immer schwerer zu laufen. Rette mich von einem Getränkestand zum nächsten. Beine und Füße schmerzen, die Sonne brennt. Aber sonst keine Probleme. Was für ein Glück.

Ich laufe die letzten Km. Ich sehe Ralf und Bernd mit Frau. Oh, was für eine Freude. Ich laufe weiter.

km 41, es geht lange stark bergauf. Auf einmal ist Ralf wieder da. Er läuft fast einen km auf dem Gehweg neben mir her , mit Jacke unter dem Arm und Rucksack in der Hand. Er ruft mir aufmuntern zu. Es ist hart und heiß.

Ich nehme die letzte Kurve und da ist das Ziel. Ich versuche nochmal schneller zu werden, aber es geht einfach nicht. Ich erreiche das Ziel und war überglücklich.

Nach 2 Jahren mit mehreren Ops, Entzündung und Niederschlägen bin ich wieder da!

Zum Schluß ein Danke an Ralf.

Zielzeit 04.05.27

Holger Schilk

Montag, 26. April 2010 - 15:54 Uhr
Ich laufe nie allein

Ich laufe nie allein

An einem schönen Sonntagmorgen, der Ort sowie die Strecke spielen eigentlich keine Rolle, standen wir wieder an der Startlinie. Es ist wie bei jedem Lauf. Es beginnt mit einem Wunder.

Hunderte todgeweihte, invalide, bedauernswerte Läufer versichern sich gegenseitig gar nicht oder nur äußerst schlecht trainiert zu haben. Man wolle nur ganz locker mit joggen und überhaupt freue man sich, sich der Welt noch einmal zeigen zu können.

Und dann geschieht es. Das Wunder. Mit dem Startschuss fällt alle Last und Elend von diesen Menschen ab. Man sieht plötzlich nur noch äußerst fitte Sportler die sich freudig auf die Laufstrecke begeben. Ein Wunder welches sich jedes Mal wiederholt und die Wunderheilungen von Lourdes lächerlich erscheinen lassen.

Auch ich laufe startschußwundergeheilt (was für ein Wort) locker in einer Gruppe von gleichschnellen, oder sollte ich sagen gleichlangsamen Powerschnecken die ersten Kilometer zügig dahin. Wir haben uns abgesprochen die erste Hälfte gemeinsam zu laufen. Danach ist dann jeder für sich allein.

Jeder für sich allein??? Ich nicht !

Darf ich vorstellen: meine beiden inneren Begleiter Engelchen und Teufelchen.

Engelchen: Das Gute in mir, immer besorgt um mich. Einfach süß, irgendwie weiblich und einfach zum Knuddeln. Allerdings auf Dauer auch etwas nervig.

Teufelchen: Typ Rambo. Rücksichtslos, unerzogen und brutal . Was soll ich sagen, halt das Gegenteil von Engelchen.

Die erste Streckenhälfte liegt hinter uns. Da bemerke ich ein Steinchen in meinem rechten Schuh. Es zwickt an der Hacke.

Engelchen: Pass bloß auf, das ist gefährlich. Bleib stehen und hol den Stein aus dem Schuh, sonst könntest du eine Blutvergiftung bekommen. Außerdem machst du dir deine neuen teuren Laufsocken kaputt.

Teufelchen: Ach was, sei kein Weichei. Es ist nur ein klitzekleines Steinchen. Lauf gefälligst weiter. Das Blut wird den Stein schon irgendwie aus dem Schuh spülen.

Na klasse, das sind ja tolle Aussichten die einen so richtig aufbauen können.

Eine junge, blonde Frau im Laufrock überholt mich mit lockeren Schritten.

Teufelchen: Boah Ey !! Guck dir diese geile Schnitte an. Los bleib dran. Die zieht dich. Sowas Tolles bekommst du alter Sack so schnell nicht wieder zu sehen.

Engelchen: Das ist ja wohl nicht wahr. Kaum kleidet sich eine Frau mal modisch wird sie nur auf ihre Körperlichkeit reduziert. Du alter Sexist, schäm dich.

Ich schäme mich. Versuche aber trotzdem am Rock dranzubleiben, was nicht einfach ist. Der Rock ist nicht nur verdammt kurz, er ist auch verdammt schnell. Ein paar Kilometer weiter sehe ich an einer Straßenecke eine Zuschauergruppe stehen. Sie erkennen mich und winken mir begeistert zu.

Engelchen: Wie nett. Sie grüßen dich. Bleib doch kurz mal stehen und bedanke dich für diese nette Geste. Einfach an ihnen vorbeizurennen wäre doch total unhöflich.

Teufelchen: Lass dich von diesen Luschen da vorne bloß nicht aufhalten. Die sind nur zu faul selbst zu laufen. Denk gefälligst an das Startgeld was du hier verbrätst. Renn also !

Etwas gequält lächelnd laufe ich an den Powerschnecken Fans vorbei. Nur gut das sie nicht erahnen können was alles in so einem Läuferkopf abgeht. Den Rock sehe ich nicht mehr. Dafür spüre ich einen Stein in meinem linken Schuh. Wahrscheinlich haben die beiden einzigen freiliegenden Steinchen auf der gesamten Strecke nur darauf gewartet in meine Schuhe springen zu können.

Engelchen: Damit hat sich die Wahrscheinlichkeit einer Blutvergiftung um 100% erhöht. Aber du hörst ja sowieso nicht auf mich; endet sie ein wenig schnippisch.

Teufelchen: Vergiss den Stein. Wenn du dich an beiden Füssen wundläufst, humpelst du wenigstens nicht so nach dem Lauf. Und außerdem….

Ich ahne was jetzt kommt. Garantiert kommt er jetzt mit dieser Udo Bölz/Jan Ullrich Nummer.

Teufelchen: und außerdem.. QUÄL DICH DU SAU

Und ich quäl mich. Die Strecke zieht sich unendlich und der Rock ist wahrscheinlich schon längst unter der Dusche. Etwas später erreiche auch ich erschöpft, mit zwei Steinen in den Schuhen das Ziel. Das hätten wir mal wieder geschafft. War ja wieder recht heftig nicht wahr Engelchen…Engelchen??...Engelchen????.. ach komm, schmoll nicht länger mit mir. Beim nächten Lauf höre ich auch nur auf dich. Ehrlich . Ich schwöre (zwei Finger hinterm Rücken gekreuzt)

Rolf Willing ( nie allein laufende Powerschnecke)

Donnerstag, 1. April 2010 - 19:03 Uhr
24h-Laufband-Marathon

Am 05./06.03.2010 fand im Sophienhof zum dritten Mal der 24h-Laufband-Marathon statt. Auf 8 Laufbändern gaben viele Teilnehmer genau einen Tag lang ihr Bestes, übrigens für einen guten Zweck: für jeden Kilometer, der auf den Laufbändern zurückgelegt wurde, erhielt die Kieler Sporthilfe von den Sponsoren der Laufbänder eine Spende über € 2,50. Wir POWER-Schnecken waren zum ersten Mal dabei. Unser Laufband wurde von der „Quer-Passage“ gesponsert. Am Freitag pünktlich um 15:00 Uhr fiel der Startschuss. Nils war unser Startläufer. Mit insgesamt 27 Läufern gingen wir an den Start, um die 24 Stunden zu bewältigen. Die Einsätze gingen über 30 oder 60 Minuten, oder mehrere Läufer teilten sich eine oder zwei Stunden. Bertram hat sogar zwei Stunden lang sich und das Band gequält. Trotz einiger kurzfristiger krankheitsbedingter Absagen ist es uns gelungen, unser Band 24 Stunden ununterbrochen am Laufen zu halten. Vielen Dank an alle, die diesen Einsatz möglich gemacht haben, besonders an die Läufer, die über ihren geplanten Einsatz hinaus, kurzfristig zusätzliche Laufzeiten übernommen haben. Für viele von uns war es eine ungewohnte Übung, da wir ja das Laufen als Freiluft-Veranstaltung favorisieren. Nach 24 Stunden war Heinz unser „Finisher“. Mit unserem Ergebnis von 240,44 km haben wir einen hervorragenden 3. Platz belegt und mit unserem Einsatz eine Spende von € 600,-- für die Kieler Sporthilfe erlaufen. Auf allen Laufbändern zusammen wurden mehr als 1600 km zurück gelegt, so dass an die Kieler Sporthilfe ein Scheck über € 4.083,-- übergeben werden konnte.

Bericht von Holger Marten

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