Die erste Mitteldistanz in Schleswig-Holstein an der Ostsee war schon alleine reizvoll, weil ein erfahrenes Orgateam aus Glücksburg für sportliche Qualität steht und so auch mich motivierte, erneut die 113km Ausdauersport zu versuchen. Der 09. Juli war der sonnigste Tag in der Woche und so ein wahrer Glückstag mit maximal 19°C und anfangs einer sehr „zahmen“ Ostsee. Ich freute mich über Unterstützung durch Powerschnecke Kerstin schon vom Start an, zumal der sich um 15 Minuten verzögerte, aus Sicherheitsgründen?! Dann aber hinein in die 18°C und eine Runde Massenstart mit reichlich Gedränge die ersten 500m. Etwas außen schwimmt es sich eben doch ruhiger, aber auch etwas länger. Beim Näherkommen erkannte man auch die Bojen und so ging es weiter. Der „Rückweg“ war keineswegs mehr Ufer nah, also durchaus offene See, wo man an anderen Tagen sicher auch sehr deutlich die Wellen der Ostsee „merken“ kann. In den Yachthafen zu schwimmen war eine gute Idee und der Ausstieg dann auch gut gelöst (Slipanlage). 
Das Umziehzelt war nett gemeint, aber nicht nutzbar, wenn man im Mittelfeld unterwegs ist. Dann zum Rad und auf die vier Runden, die nur sehr leicht wellig sind und meist im sehr guten Straßenzustand. Das Tempo war für die meisten Teilnehmer verblüffend schnell, so dass sich viele Bestzeiten ergaben. Da der Halbmarathon ebenfalls als flacher Rundkurs nahe der Ostsee, und vor allem nahe der Zuschauer am Hafen, durch die Mittagssonne zwar dann anstrengend war, aber bei guter Einteilung gut machbar ist. Auch mich motivierte dabei zusätzlich die spürbare persönliche Bestzeit zum Ende hin von dann 5h 27Min..
Ein ganz besonderer Tag, der mit Entspannung am Strand und später vielen Kohlenhydraten sein verdientes Ende nahm. Zu kritisieren gibt es fast nichts, wenn überhaupt, dann die weiten Fußwege zwischen der Kleiderabgabe und dem Start zu Beginn. Bei Regen mag das alles schwieriger sein und deutlich weniger stimmungsvoll, aber am 09.07.17 hatten wir wirklich viel Glück.

Roland F.

Link zum Veranstalter: 
http://damp.ostseeman.de/index.php?id=27


Ergebnis:
swim 39:27
bike 2:44:50
run 1:56:05

Gesamt 354, AK55 – 20., Finish 5:27:20 Std

Strömender Regen morgens in Kiel…
Aber Karen ließ sich nicht beirren und fuhr zum Triathlon nach St. Peter Ording!! Wahnsinn, ich hätte mich im Bett genüßlich wieder umgedreht. 
Also, was soll ich euch sagen, in St Peter Ording ist das Wetter gar nicht so schlecht. Es kann dieses Jahr auch in der Nordsee wieder einen Schwimmstart geben. Es wird auf einer Olympischen Strecke und Volkstriathlon gestartet. Karen absolvierte die 500m Schwimmen und lief anschließend den breeeeeiten Strand hoch zu ihrem Fahrrad. Dort geht es an der Strand-Promenade mit dem Rad entlang. Nach 20 Kilometer Rad mußte nun die Laufstrecke über 5km in Angriff genommen werden. Am Strand entlang, in die Dünen hinein und durch das Hinterland um abschließend durch St. Peter zurück zum Strand zu laufen.
Karen erzählte, das während des Laufens sogar die Sonne schön warm vom Himmel schien…

Karen AK50 11. Platz 1:44:06

Land unter“ hieß es in Bad Oldesloe am Poggensee. Der Spielturm mit Rutsche, normalerweise mitten auf dem Strand, fungierte jetzt als prima Wasserrutsche. Ebenso wurden die Schaukeln und Wippe zu wunderbaren Wasserspielzeugen. Die Eltern kapitulierten schließlich vor ihren Kindern und retteten wenigsten noch die Schuhe und Jacken, damit es für den Nachhauseweg etwas Trockenes gab.
Auch die Wechselzone war sehr „schwammig“, denn der Moorboden konnte keinen einzigen Tropfen Nässe mehr aufnehmen.
Hoffentlich regnete es nicht noch. Der Himmel war grau verhangen und verhieß nichts Gutes. 
Pünktlich fiel der Startschuß und alles stürmte in den doch erheblich abgekühlten See. Es herrschte großes Gedränge am Anfang, das sich leider nicht so schnell legte, da das Feld relativ dicht zusammen blieb. Endlich wieder am Strand angekommen, schnell durch die vielen spalierstehenden Zuschauer zum Rad laufen. Die Radstrecke hat es in sich! Ein 3x 7 Kilometer Rundkurs der stetig irgendwie wellig „bergauf“ führte um abschließend noch den Butterberg hoch zu radeln. Die Abfahrt ist –gefühlt- ganz kurz. Und natürlich auf der gesamten Strecke den Wind immer schön von vorne… So nett wie die Veranstaltung ist, die Radstecke ist es definitiv nicht.
Unter den Applaus der Zuschauer endlich runter vom Rad und gleich wieder auf diesen Kurs zum Laufen… Holzbeine, ich hatte heute Holzbeine! Ein Wunder, das ich die Füße überhaupt vom Boden hochbekam. Norbert hatte mich schon fast eingeholt, allerdings mußte er auf der letzten Radrunde kurz an den Bahnschranken stehen bleiben. Die Zeit wird den Athleten gutgeschrieben. Nach ca 5km Laufen hatte Norbert mich dann eingeholt und stürmte nach einem kurzen Plausch mit mir weiter, während ich versuchte, meine Beine nur in Schwung zu halten. Das Ziel war ja nahe…
Endlich, die letzten 200m und alle sagten ich sollte zusehen, hopp,hopp. Eine Dame kam im Sprint noch angelaufen. Aber nicht mit mir! Holzbeine hin oder her, tock, tock ab ins Ziel.
Es ist immer wieder schön, hier in meiner Heimatstadt zu starten und so viele aus meinem alten Verein wiederzutreffen. Nach vielen Gesprächen und Lachen ging es anschließend zum Kaffeetrinken zu meinem Sohn und Familie. Und was soll ich euch sagen… Jetzt war es wunderbar warm und die Sonne schien!!!

0,5-23-7km
Norbert 5. AK55 1:39:38
Kerstin 1. AK55 1:42:09

Das Wetter war in Heiligenhafen an diesem Sonntag eher durchwachsen, als Karen die Volksdistanz 0,5-20-5 km und Roland den Sprint 0,75-20-5 km starteten. Es wurde im Hafenbecken geschwommen und nach dem Wechsel auf das Rennrad fuhr man aus dem Ort hinaus, natürlich ersteinmal schön bergauf und ging anschließend auf einen Rundkurs. Zack zurück, die Laufschuhe schnappen und die 2x zweieinhalb Kilometer an der Promenade mit den vielen Zuschauern entlang laufen.
Roland kam als 2. der M55 in 1:16:11 Std in das Ziel gelaufen.
Karen beendete ihren Wettkampf als 4. in der AK50 in 1:32:03 Std.
Herzlichen Glückwunsch zu den tollen Platzierungen!!

Nach einem Jahr Pause fuhren wir mal wieder zum Oldenstedter See bei Uelzen. Eine wunderbare Veranstaltung die super organisiert ist und mit einer schönen Strecke aufwarten kann. Geschwommen wurde im besagtem See, der so warm war, das nur die Mitteldistanz in den heißgeliebten Neopren schlüpfen durfte. Norbert startete über die Olympische Distanz mit 1,5-46-10 Kilometer. 2 Runden ohne Neo wurde für viele zum Überlebenskampf… Naja, ein klein bisschen übertrieben. Zumindest gab es kein Gedränge und Geschlage nach dem Startschuß, da das Schwimmen durch den „rollenden“ Start sehr entspannt angegangen wurde. Die Athleten standen am Ufer in einem langen Gang und gingen nacheinander in den See. Die Zeitmatte lag kurz vor dem Wasser und die persönliche Zeit lief auch genau erst ab dann los. Sehr angenehm!!
Als Norbert zum 2.mal an der hinteren Wendeboje war, fiel für uns der Startschuß zum Volkstriathlon über 0,5-24-5 Kilometer. Das Wasser war mit 22 Grad wirklich nicht kalt. Gleich nach dem Schwimmausstieg erwartete uns die erste Herausforderung… es mußte ein steiler Hang hoch zu Wechselzone „gelaufen“ werden. Man versuchte es wenigstens, um bei den vielen Zuschauern einen guten Eindruck zu hinterlassen.
Die Radstrecke ist ein schneller, leicht welliger Rundkurs, der je nach Wettkampf 1x, 2x oder 4x zu durchfahren war. Zurück in der Wechselzone in die Laufschuhe und ab ging es auf einem festen Sandweg um den See herum, der ebenfalls äußerst wellig ist. Auch hier mußten wieder mehrere Runden absolviert werden. Der Zieleinlauf ist wie bei den ganz Großen! Es laufen tatsächlich ein paar Luftballon-Kinder mit und das Zielbanner kann durchlaufen werden. Und das Verpflegungsbüffet ist unschlagbar!! Trotz zwei fürchterlichen Regengüssen haben wir diese Veranstaltung sehr genossen.

Norbert: Olympische Distanz 3:25:17 Std/ 5. AK55
Kerstin: Volkstriathlon 1:31:14 Std/ 1. AK55 

25.06.2017
Am Ende ließen sich doch einige vom Regen abhalten. Aber immerhin knapp 400 Athleten nahmen an der 10. Auflage des VFL Börnsen in Geesthacht teil. Die Wassertemperatur der Elbe betrug 21,8 Grad und es stellte sich die Frage ob das Wasser oder die Luft wärmer war….
Britta ging an diesem trüben Tag für die Landesliga vom USC über die Olympische Distanz an den Start. Gleichzeitig wurden dort auch die schleswig-holsteinischen Landesmeister auf dieser Strecke ermittelt.
In einem starken Frauenfeld der Liga belegte Britta über 1.5km – 41km – 10km den gesamt 8. Platz. Herzlichen Glückwunsch!

Und in der Wertung aller Damen über die Olympische Distanz wurde Britta 1. in der Altersklasse S1 mit ihrer Zeit von 2:30:05 Stunden und damit auch Landesmeisterin!
Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung, liebe Britta.

500m – 20km -3,3km 
Sonntagmorgen bin ich bei herrlichen Sonnenschein nach Eutin gefahren. Als wir ankamen waren die Männer der 2. Bundesliga bereits auf der Radstrecke unterwegs. Der Start der Frauen erfolgte kurz darauf. Anschließend wurde der Sprint gestartet. Der See hatte 20 Grad, also schwamm ich die 500m ohne Neo. Die Radstrecke war ein 5km Rundkurs, der 4x gefahren werde mußte. Nachdem mein Rad in der Wechselzone abgestellt war liefen wir eine Runde um den See und durch den Wald. Dort konnte ich noch einige Athleten überholen. Mit einer Zeit von 1:02:40 bin ich als gesamt 4. Frau und 1. in meiner Altersklasse in das Ziel gelaufen.

Bericht von Britta

An meinem Geburtstag waren wir, Nils, Finn, Claas und ich in der der Schwimmhalle vom USC zum Wettkampf. Finn schwamm fleißig und gut in seiner Altersklasse in den unterschiedlichen Disziplinen. 
Nachmittags war ich dann an der Reihe. Als erstes standen 400m Kraulen auf dem Plan. Das Kommando erfolgte, gleich danach das Startsignal. Mit Kopfsprung rein und weg war die Schwimmbrille, die nun lustig um mein Hals hin und her schwang. Aber Gott sei Dank waren es nur 400m. Ich bewältigte sie in 7:05:08 min.
Etwas später erfolgte der Aufruf über die 800m. Dieser Start lief eindeutig besser. Die Brille saß fest, allerdings waren die Rundenzähler erst nach 4 Bahnen vor Ort. Aber alles ist gut gegangen. Ich schlug bei 14:40:08 an.
Beide Zeiten sind auf dieser Streckenlänge meine persönlichen Bestzeiten…

Ein Bericht von Britta

Samstag 10.06.2017
Am späten Nachmittag, nachdem Besuch bei den Kindern, stellten wir unseren Bus auf den Parkplatz an der Trave ab, ganz in der Nähe vom Veranstaltungsgelände. Wir hatten einen Bärenhunger und gingen zum Restaurantschiff Riverside. Die Wahl zwischen leckerer Pizza und schönen Pasta Gerichten fiel schwer. Letztendlich pappensatt und mit kühlem Weizenbier „erfrischt“, führte uns unser Verdauungsspaziergang mit Hundi zum Krähenteich. Dorthin war die Schwimmstrecke verlegt worden. Roland und Norbert`s Sorge war, das die Wassertemperatur über 21 Grad klettern könnte und somit ein Neoverbot bestehen würde. Der Messwert an der Badeanstalt lag bei 19,5 Grad. Da für Sonntag aber knackig warmes Supersommerwetter vorhergesagt wurde und der Start erst mittags losging, könnte man da noch nachträglich ein Neoverbot ausrufen?!?! OH, das würde wohl eine schlaflose Nacht für meinen Schatz werden. ;-))
Sonntag 11.06.2017
Entspannt in unserem Bus ausgeschlafen. Startunterlagen abgeholt, vorsichtshalber noch einmal die Wassertemperaturen erfragt und breit grinsende Damen beruhigten die mehrheitlich männlichen Athleten diesbezüglich. Ja, man darf Neo schwimmen. Nein, es wird nicht aufgehoben. So standen Norbert und ich etwas später am Start bei der Mitteldistanz und schauten zu. Für das Publikum eine tolle Angelegenheit, da die Schwimmer dicht am Ufer vorbeikommen und es einfach eine schöne Kulisse ist.
Anschließend gingen wir zurück zum Bus, Räder holen und ab in die Wechselzone zum Einchecken. Viele Bekannte und Freunde getroffen und Roland mit Birgit war auch schon da.
13 Uhr Start für Norbert und Roland über 1,5-40-10 km
Geschwommen wurde im Krähenteich, unter einer „winzig flachen“ Brücke hindurch in den Mühlenteich und wieder zurück. Über Leitern stieg man aus dem Wasser und auf einem blauen Teppich lief man die ca. 480m zur Wechselzone. Rauf auf das Rad und los. Während die Beiden verschwanden, mußte ich mich nun fertig machen und zum Start hinübergehen. 0,5-20-5 km
14:30 Uhr war es bei mir so weit. Jaaaa, das Wasser war doch recht frisch und die Entscheidung, den dünnen Neo angezogen zuhaben, bereute ich nicht. Der Startschuß fiel pünktlich und die erste Gruppe mit gefühlt 300 Startern steuerte auf die erste Boje zu. Ich hatte mich schön rechts außen einsortiert und konnte fast unbehelligt schwimmen. Das änderte sich schlagartig an der 1. Boje, im wahrsten Sinne des Wortes. Hau und Stich bis zur Zweiten und dann nur noch ca. 250m gerade aus zurück zum Ausstieg. Das lief wieder ganz gut. Das anschließende Laufen auf dem Teppich war nicht unangenehm oder rutschig. In der Wechselzone mein Radel geschnappt und los. Roland und Norbert fuhren ihre letzten Runden ( 4 insgesamt ) als ich auf meinen 2x zufahrenden Rundkurs ging. Zum Wendepunkt huuiiiii und dann die Wand ;-)) Die lange Schräge hoch mit dem Wind von vorne…. Das war doch klar! Und dann hatte ich gleich 2x das „Roland- Déjà-vu“. Es überholten mich Fahrräder in „ Vollmontur“ – Ständer, Gepäckträger, Licht usw. Da guckte so mancher fesch durchgestylter TRI-Athlet auf seiner Rennmaschine nicht schlecht, als die Beiden auf ihren Straßenrädern mit flatternden Baumwoll T-Shirt vorbei düsten. Respekt!!
Runter vom Rad und ab auf die abschließende 5km Laufrunde.
Norbert und Roland habe ich dort nicht gesehen. Obwohl sie auf jeden Fall auch noch eine Laufrunde hatten. Ehrlicherweise hatte ich auch gar kein Auge dafür, denn in dieser anstrengenden Hitze hatte ich genug mit mir selbst zu tun, obwohl viel Wegstrecke leicht schattig unter den Bäumen verlief. Der Getränkestand nach 2,5 km war die Oase in der Laufwüste… Einige Athleten von der Mittel- und Olympischen Distanz zollten dem Wetter Tribut und gingen weite Strecken.
Gut eingeteilt finishte ich schließlich mit einem Lachen diesen Wettkampf. Roland und Norbert kämpften auf der Strecke mit den letzten Kilometern und kamen ausgelaugt und erschöpft in das Ziel. Nach ordentlicher Erfrischung und Plündern des wirklich leckeren Verpflegungstandes, kehrten langsam die Lebensgeister bei den beiden zurück.
Die Veranstaltung war mal wieder rundum gelungen. Selbst die Verlegung der Schwimmstrecke war längst nicht so wild wie befürchtet, sogar eher ein Gewinn! 
DANKE an die Organisatoren und die vielen fleißigen Helfer, ihr habt wieder einen tollen Wettkampf auf die Beine gestellt!!
Bis nächstes Jahr 

1,5-40-10 km
Roland 5.AK55 2:51:42
Norbert 10.AK55 3:11:39

0,5-20-5 km
Kerstin 2. AK55 1:28:01

Ein schnuckeliger kleiner Triathlon erwartete mich im Kreis Herzogtum Lauenburg. Insgesamt 120 Teilnehmer waren auf zwei Distanzen gemeldet. Es wurde in einem „beheizten“ ( 20 Grad warmen ) Freibad geschwommen. Als erstes kamen die Olympischen Disziplinen mit zwei Starts an die Reihe und danach kamen die Jedermänner/frauen. Hier wurden 3 Starts durchgeführt. Ich hatte da den 2. Während die erste Gruppe noch schwamm, quälte ich mich im Sprungbecken in das Wasser. Oh, war das kalt! Puuuuh, bloß schnell wieder raus. So ging ich zu meiner Startbahn und ließ mich in der Sonne wieder aufwärmen. Nachdem alle Schwimmer das Wasser eilig in Richtung Wechselzone verlassen hatten, war es nun für mich soweit. Mit 5 Mitstreitern teilte ich mir die Bahn. Wir sprachen uns ab, wie schnell man schwamm, damit es zu keiner Rangelei darauf kommt. Und schon ertönte das Startsignal. Ich hatte mich als Letzte einsortiert und konnte mein Tempo ruhig von Anfang an durchschwimmen. Als ich aus den Wasser kletterte, war ich zwar Letzte meiner Bahn aber es waren doch noch einige mehr, die ihre Bahnen noch beenden mußten. Hurtig zum Rad laufen, Radschuhe an, Helm aufsetzen, ach ja… das Startnummernband nicht vergessen und los. Einen gefühlt endlosen Sandweg bis zur Straße mit dem Rad an der Hand laufen und aufsteigen. Es war eine schnelle Strecke. Kein Anstieg, einfach nur Gas geben… wenn man es denn konnte. Nach 2 Runden kam ich zufrieden wieder in der Wechselzone an. Die Laufstrecke war wegen der stundenlangen Starkregenfälle von Freitag auf Samstag eingekürzt worden. So liefen wir nur 4 Kilometer durch die Nüssener Heide, einem Naturschutzgebiet. Landschftlich sehr schön, Sandwege, etwas Cross aber leicht schattig war es auf der Wendepunktstrecke. Obwohl ich nicht wirklich fit bin, konnte ich noch einige Damen beim Laufen einholen.
Bei wunderschönen sonnig, warmen Wetter ging dieser nette familiär geführte Triathlon am frühen Nachmittag zu Ende. Dort war ich bestimmt nicht zum letzten Mal.
500m Schwimmen-22 km Rad-4 km Laufen
1:23:15 Std, gesamt 7. Platz, Altersklasse 55 1. Platz

Kerstin2

Der 1. Triathlon der Saison fand in Flensburg am 7.05. gleich mit dem Auftakt der Landesliga statt. Unsere POWER-Schnecke Britta startete dort mit ihrem Zweitstartrecht für den USC-Kiel in der Landesliga. Sie belegte in dieser starken Damenkonkurenz den gesamt 13. Platz in der Einzelwertung in 1:19:21 Std über 700m Schwimmen-22km Rad-5km Laufen

Eigentlich sollte es ein einmaliges Erlebnis sein, aber diese unbeschreibliche Veranstaltung und der sportliche Erfolg von 2014 machten uns zu Wiederholungstätern…
Am Dienstag, also schon 5 Tage vor dem Wettkampf kamen wir in Roth an. So hatte wir genug Zeit, noch ein paar lockere Runden im und um den Rothsee zu schwimmen und zu laufen. Außerdem radelten wir entspannt ein paar Kilometer auf der 2 mal 90 km langen Radstrecke und fuhren die gesamte Strecke noch einmal mit dem Bus ab, nur so für den Kopf. Wir waren diesmal viel entspannter, was wohl daran lag, daß wir wußten, was uns erwartet. 
Am Freitag nach der großen Nudelparty in Roth fuhren wir die ca. 8 km zur eingerichteten Campingwiese nahe dem Schwimmstartplatz. Samstag wurden unsere Räder nochmal überprüft, und dann brachten wir sie mit knapp 3500 Gleichgesinnten in die Wechselzone. Der fertig gepackte Beutel für den Wechsel vom Rad auf die Laufstrecke wurde auch abgegeben. Wieder am Bus angekommen war dann unsere restliche Ausrüstung dran. Bloß nichts vergessen! Abends lagen wir rechtzeitig im Bett, die Nacht sollte kurz sein…
Sonntagmorgen um halb 6 in der Wechselzone dann wieder diese außergewöhnliche Atmosphäre, alle trafen letzte Vorbereitungen, man unterhielt sich mit anderen Athleten und wünschte sich gegenseitig viel Erfolg. Einige wenige waren sehr hektisch, schraubten noch wie wild an ihren Rädern herum und suchten in ihren Taschen immer wieder nach irgendwelchen Dingen. Zum Glück war ich völlig entspannt, alles war fertig, der Neo lag bereit, und es war noch genug Zeit, um Kerstin zu drücken, denn ihr Start war um 6:55. Dann zog ich mir langsam meine zweite Haut über und begab mich in den Startbereich. Um 7:30 war es dann soweit, ein lauter Startknall, und sofort brodelte vor mir das Wasser. Ich hatte mich diesmal ganz außen an der Kanalböschung einsortiert und kam nach anfänglichem Gewusel, das sich schnell auflöste, ganz gut in meinen Rhythmus. Ich bin leider ein schlechter Krauler, wollte aber diesmal wenigstens unter 1:30 für die 3,8 km benötigen. Bis nach dem zweiten Wendepunkt war ich auch guter Dinge, aber ca. 300 Meter vor dem Ziel kam er dann doch noch, der gefürchtete Krampf im rechten Bein! Mist! Schnell auf dem Rücken mit den Händen zur mittleren Absperrleine gepaddelt, das Bein darüber gelegt, und kräftig gestreckt. Sofort sprang eine Rettungsschwimmerin aus einem nahen Boot und kam auf mich zu. Ich hätte mich ja gerne mal von einer Frau retten lassen, aber heute passte das gar nicht, denn das hätte das Ende bedeutet. Ich rief: “Nein, nichts Schlimmes, ist gleich vorbei!!!“ Und so war es dann auch, und ich konnte die letzten Meter bis zum Ausstieg fortsetzen. Wie sich später zeigte, war dieser blöde Krampf schuld daran, daß ich mein selbst gestecktes Ziel nicht ganz erreichte. Aber egal, wieder fit und insgesamt doch etwas schneller als 2014.
Nach dem Umziehen im Zelt mit der (selbstgemachten) Stulle im Mund noch schnell in die Büsche, und dann rauf aufs Rad. Nun lagen wieder über 7 Stunden und 180 km radeln in 2 Runden vor mir. Aber trotz des diesmal etwas nachlässigeren Radtrainings kam ich relativ locker voran, und auch die Berge, besonders der steile, endlose Anstieg auf den Kalvarienberg, konnte mir nicht allzu viel anhaben. Und dann kam er und auch sie! Der Solarer Berg und meine Gänsehaut! Man kommt um die Kurve und sieht tausende Menschen, welche jubelnd und schreiend die Straßensteigung belagern und erst im letzten Moment eine schmale Gasse für uns Radathleten freimachen. Man wird pausenlos laut angefeuert und praktisch den Berg hochgetragen. Die Gänsehaut geht nicht zurück, und der Mund nicht mehr zu. Es ist der absolute Wahnsinn! Um das zu verstehen, wenn man es weder als Athlet, noch als Zuschauer erlebt hat, muß man es sich mal auf Youtube angesehen haben. Ich hatte mir wieder vorgenommen, während der Fahrt reichlich feste und ganz besonders flüssige Nahrung zu mir zu nehmen, um meinen Körper für die lange Belastung ausreichend zu versorgen, denn 2014 hatte ich bei der Hitze fast alles wieder ausgeschwitzt. Aber dieses Mal war es nicht so warm, was zur Folge hatte, daß ich zweimal vom Rad mußte. Das kostete leider ein paar Minuten Zeit. Beim zweiten Stopp hatte ich wohl einige Athleten angesteckt, denn plötzlich standen 8 Herren in einer Reihe neben mir am Straßenrand… Ansonsten machte mir mein neuer, roter Flitzer Freude. Wie schon Kerstin schrieb, hatten unsere neuen Pneus eine fast zu gute Bodenhaftung, waren aber sehr komfortabel. Nach über 7 Stunden war dann das zweite Ziel in Sicht. Das Rad wurde mir von einem Helfer abgenommen und mit noch etwas unsicheren Gang verschwand ich mit meinem mir gereichten Laufbeutel im Wechselzelt, wo mich eine nette Dame zum Helfen in Empfang nahm.
Auf, auf, nur noch laufen, dann ist es geschafft… Nur noch? 42km, also ein Marathon mußte als letzte Disziplin bewältigt werden. Erstmal die paar Kilometer bis zum Main/Donau-Kanal ganz locker angehen. Dort angekommen, machten mir meine Beine keine Probleme und es ging am Kanal entlang in Richtung ersten Wendepunkt. Bei ca. km 12 kam mir dann meine Kerstin entgegen. Sie strahlte, was mir das Gefühl gab, daß es Ihr einigermaßen gut geht, wohlwissend, daß Sie die Marathondistanz überhaupt nicht mag. Nach einer Umarmung und ein paar aufmunternden Worten nahm ich die wenigen Kilometer bis zum ersten Wendepunkt im Ort Schwand in Angriff. Hier gab es einige Stimmungsnester mit vielen anfeuernden Zuschauern und dazu gute Musik. Dann zurück zur Schleuse und es folgten 10 Kilometer am Kanal entlang bis zum Dorf Haimpfarrich, die ich immer noch fast durchlief. Woher nimmt man bloß diese Energie? Zwischendurch wurde jeder der vielen Verpflegungsstände mitgenommen. Dort gab es nahezu alles an Getränken, und neben Obst auch Reiskuchen, Erdnüsse, Schokolade und vieles mehr, wonach das Läuferherz bei den Strapazen begehrt, einfach nicht zu toppen! Nostalgische Musik von der Nina Hagen Band schallte aus ein paar Lautsprechern, ich mußte schmunzeln. Man ist ja für jede Abwechslung dankbar. Nun noch die 4 km bis zum zweiten Wendepunkt durch Eckersmühlen, dann sind schon 29 Kilometer geschafft! Dort angekommen hörte ich vor mir die Stimme einer Frau, die sich am Getränkestand mit einer Helferin unterhielt, weil sie keinen Bock mehr auf die ihrer Meinung nach zu übersüßten Getränke (Red Bull/Cola) hatte….. Es war meine Frau!!!!! Sie wollte statt Wasser lieber etwas Fruchtiges trinken. Nach einigen gemeinsamen Metern schickte Kerstin mich wieder los, weil ich Ihr zu schnell war. Allerdings mußte auch ich bald darauf eine kurze Gehpause einlegen. Danach wieder mit frischem Elan die letzten Kilometer am Kanal entlang und zurück nach Roth. Bei km 40 war der Marktplatz erreicht. Unter dem Jubel der Zuschauer und dem nahenden Ziel waren alle Anstrengungen vergessen. Die 2 km bis zum Zielstadion waren wieder unbeschreiblich. Überall applaudierende Menschen. Der lange rote „Teppich“ führte mich in die prall gefüllte Arena zur Zielkurve. Geschafft! Mit 13 Std. 21 Min. über eine halbe Stunde schneller als 2014, und den Marathon immerhin noch in 4:25 bewältigt, ließ ich mir sehr glücklich und zufrieden die verdiente Medaille um den Hals hängen. Beim Verschnaufen habe ich erstmal die fest installierte Videokamera gesucht, um allen am PC mitfiebernden POWER-Schnecken zuzuwinken. Euch allen vielen Dank! Es war schön und aufmunternd, euch den ganzen Tag im Hintergrund zu wissen! Nun wartete ich auf Kerstin, die nach einer Weile freudestrahlend ins Ziel kam. In meinen Armen liegend glaubte Sie, das Zeitlimit von 15 Stunden überschritten zu haben. Wie kam Sie nur darauf? Sie war dann erleichtert, als ich Ihr sagte, das Sie sich mit 14 Std. 19 Min. auch um über eine halbe Stunde verbessert hatte! Überglücklich gingen wir Hand in Hand zum Duschen und genossen danach das üppige Läuferbufett, sowie die Abschlußveranstaltung mit Musik und Feuerwerk. Kurz vor Mitternacht wurden wir mit unseren Rädern und Wechselbeuteln mit dem Shuttlebus zurück zum Schwimmstart gebracht, wo wir die letzten Meter zu unserem Wohnmobil mit der Taschenlampe bewältigten. Endlich ins Bett und nur noch schlafen…
Am nächsten Morgen hatten wir nach einem ausgiebigen Frühstück noch viel zu packen. Dann holten wir in Nürnberg unseren Hund von seinen Gastherrchen/-frauchen ab und fuhren entspannt in die Berge nach Garmisch, um endlich Urlaub zu machen… natürlich zum Bergwandern!!! Aber unsere Rennräder haben wir in der Zeit nicht einmal bestiegen!

Alle haben sie es uns prophezeit, nur wir haben lächelnd den Kopf geschüttelt. Einmal Langdistanz immer Langdistanz. Es macht süchtig.
Ja, ja……klar.
2014 – Zieleinlauf, es war unfassbar!!
Und fast hätten wir uns am nächsten Morgen die Startplätze für 2015 besorgt.
Tja, soviel zum Thema
Einmal im Leben eine Langdistanz
2015 kamen wir dann doch nach Roth! Wir wollten das Rennen als Zuschauer zelebrieren und uns natürlich Startplätze besorgen, für 2016….
Ich weiß nicht was anstrengender war, 12-14 Stunden begeisterter Zuschauer zu sein oder Athlet.
Man steht genauso früh auf und genießt den Schwimmstart mit seiner Atmosphäre und feiert schon einmal. Radelt zum Solarer Berg, tobt + klatscht 3500 Athleten 2x den Berg hoch bis einem die Stimme versagt und die Hände brennen. Strampelt anschließend nach Roth zur Laufstrecke um den Läufern dort ordentlich Beine zu machen. Zwischendurch wechselt man ständig die Position um dann direkt in Roth auf dem Marktplatz bei lecker Bier und Eis den Athleten auf den letzten Kilometer schon mal einen Vorgeschmack für den Zieleinlauf zu geben. Anschließend mit zig Tausenden ausgelassen sich selbst, die Athleten, die unglaublichen Helfer und das TRI-Event insbesondere beim Feuerwerk nachts gegen 23 Uhr zu feiern. Vollkommen erschlagen kippten wir in unserem Bus ins Bett.
Am nächsten Morgen vor dem Weckerklingeln gegen 5 Uhr auf gewacht. Wie, es sind viele Stimmen draußen zu hören? Was ist das für ein Geklapper und Geklöter…? Schnell einen Blick aus dem Fenster…Es zogen mit Kisten, Klappstühlen, Decken, Kissen und mit Thermoskannen bewaffnet die ersten Gruppen Richtung Startplatzausgabe!! Oh Sch…
Raus aus den Federn, schnell einen „Hallo wach Kaffee“ und los. Der Platz füllte sich schnell, selbst Nieselregen konnte niemanden aufhalten. Der Chef der Veranstaltung, Felix Waichshöfer, verteilte persönlich an die Wartenden Kaffee, belegte Brezel, Joghurt usw. Klasse!!
Nach 2 Stunden Wartezeit kam die Erlösung. Es wurden Nummern verteilt. Und jeder der eine abbekam hatte einen von den 1000 vorabvergebenen Startplätzen erhalten. Garantiert!
Und wir gehörten dazu… geil!!!! Tja, soviel dazu.

Roth 2016

Auf einem Bein kann man nun einmal nicht stehen
Die ganzen Vorbereitungen gingen wieder los. Wobei das Schwimmen eher entspannter war. Nach 2014 und 2015 als Staffelschwimmerin in Glücksburg war das Schwimmen relativ schnell „abgehakt“. 
Rad, Rad, Rad… meine soooo geliebten Einheiten! Die nichtgefahrenen Kilometer nahmen zu und das schlechte Gewissen wuchs im gleichem Maße. Auch den Marathon hinten raus würde ich mehr schlecht als recht durchbringen. Es ist eben nicht meine Distanz. Aber ich würde es über diese Ziellinie schaffen! Ich will dieses Finisher-Shirt und diese verdammte „ich habe mitgemacht Medaille“ um meinen Hals haben wollen…. Basta
Um beim schlechten Gewissen zu bleiben und Glaube versetzt noch keine Berge…, aber die Mitteldistanz zur Vorbereitung in Lübeck verlief widererwarten gut! Puuuuh!!
Die vorher gesammelten Radkilometer vom Besuch bei den Kindern im Hundsrück machten sich jetzt doch bezahlt. Und kein Anstieg in Roth konnte mir noch Angst einjagen. Nicht nach Hermeskeil ( 12% Steigung) und noch so andere nette Anstiege und „Berge“. Um es kurz zu machen… dieses Jahr mehr mit Trotz als mit wirklich guten Training nach Roth gereist. Mal ehrlich, man ist doch ein bißchen bekloppt, oder?!
Die Tage vor dem Wettkampf waren ruhig. Das Wetter ungemütlich. Stürmisch, Nieselregen, kühl bis kalt. Zumindest wurde man dieses Jahr beim Schwimmen mit dem Neo nicht im eigenen Saft gar gedünstet. Wir parkten am Tag vor dem Start unseren Bus auf einer Wiese. Von dort waren es nur 5 min Fußweg zur Wechselzone. Den Wecker hätten wir uns gar nicht stellen müsssen. Nach einer ruhigen Nacht wurden wir von der Musik aus dem Startbereich geweckt. Leichtes Frühstück und der unverzichtbare Kaffee mußten sein. Danach gingen wir rüber zum Start. Die Räder standen schon seit gestern dort. Jetzt noch schnell die Reifen auf WK-Druck aufpumpen. Es herrschte überall ziemlich entspannte Gelassenheit. War man vor 2 Jahren noch als wilder Brummkreisel unterwegs, lief es jetzt routiniert und ruhig ab.
Und die Zeit vor dem Start ist einfach nur magisch…..
Die eigenen Gefühle, das ganze Umfeld mit den Athleten, die Zuschauer und die Musik machten auch diesesmal wieder das absolute Gänsehautfeeling perfekt. Man ist ein aktiver Teil vom Ganzen. Egal ob Profi, Semiprofi, Agegrouper oder Ottonormal-Athlet wie wir.

Ich konnte Norbert nicht finden, so half ( quetschte) mich jemand anderes in meinen Neo, der auf Anhieb perfekt saß. Schließlich tauchte Norbert wieder auf, es ist der Wahnsinn, das man sich immer wieder findet, zwischen den tausenden hin und her wuselnden Teilnehmern. Wir verabschiedeten uns bis zur Laufstrecke, wo mich Norbert bestimmt einholen würde. Mein Start war um 6:55 Uhr und Norbert mußte um 7:30 Uhr ins Wasser steigen. 2. Frauenstart, der Startschuß fiel und los ging es. Ich hatte mich auch diesmal wieder links außen einsortiert und hoffte auf Schwimmerinnen mit denen man über weite Strecken zusammenbleiben konnte. Nach ca 300m hatten wir uns gefunden. Zu dritt schwammen wir in etwa dasselbe Tempo und jeder konnte sich mal im Wasserschatten des anderen ausruhen. Wir blieben bis nach der 2. Wendeboje zusammen. Super!!
1. Etappe geschafft. 
Wechsel in die Radsachen, mit der Nutellaschnitte noch schnell zum Klo gerannt und danach ging es auf die 2x 90 km Radstrecke. Ich wollte auf der ersten Runde das Tempo durchgängig von Lübeck fahren. Nur aufpassen, dass man sich nicht mitreißen läßt von den Zuschauern und den anderen, viel schnelleren Athleten.
Für den Wettkampf hatte ich neue Mäntel auf die Reifen gezogen. Meine alten gab es leider nicht mehr neu. Es waren „harte Slicks“ gewesen, jetzt hatte ich das Gefühl, ich bewegte mich in einer gepolsterten Komfortzone… diese Reifen klebten auf dem Asphalt. Oh man, was für ein Rollwiderstand!
Keine Sonne und es war nicht wirklich warm. Zumindest ist es trocken und nicht übermäßig windig. Nach 40 km kam er, der Kalvarienberg. Während der Abfahrt eine scharfe 90° Grad Abbiege und sofort geht es hoch. Bloß nicht zu stark abbremsen, Schwung mitnehmen, denn nach der nächsten Kehre ging es richtig hoch. Schalten, Schwung halten, weiter schalten… Und die Reifen saugten sich am Anstieg fest. Oh Sch…. Gefühlte Ewigkeiten später rollte man „oben“ von Rampe zu Rampe zäh aufwärts. Nun fing es an zu Tröpfeln und fein zu regnen. Mist, jetzt wo doch gleich die tolle lange Abfahrt kommt!! Haarnadelkurven mit Strohballen rechts oder links abgepolstert und eine blöde nasse Straße. Aber nun liebte ich meine Reifen. Während die meisten stark abbremsten ließ ich mein Rad laufen. Wie auf Schienen klebten, äh… blieben die Mäntel auf der Spur!! Endlose Felder, Wiesen und Dörfer später führte die Strecke uns zurück nach Hipholtstein zum Solarerberg. Man kam um die Ecke und der Wahnsinn begann…man muß es einfach erleben. Keine Beschreibung wird dem gerecht. Mit breitem Grinsen direkt rein in die Menschenmassen. Erstaunlicherweise funktioniert das Öffnen der Gasse irgendwie immer. Auf der 1. Radrunde hatte ich mehr Bananen gefuttert, in der 2. Runde, auf die ich überhaupt keinen Bock mehr hatte, mehr Gel`s und Traubenzucker. Die Runde wurde langsamer und es fing an mühselig zu werden. Ja,ja… die fehlenden Trainingskilometer! Aber dafür wurde das Wetter besser. Die Sonne kam durch. Wieder der Kalvarienberg und ich haßte meine Reifen, die Abfahrt und ich liebte sie. Weicher waren sie auf jedenfall und sie machten die lange Zeit auf dem Rad doch recht angenehm.
2. Wechselzone in Roth. Endlich konnte man sein Rad loswerden! Helfer standen parat und nahmen einen die Räder ab.
Laufsachen anziehen, besser gesagt, man wurde schwubsdiewubs aus und angezogen. Zur Not auch mal mit 2 Helfern in die enge Laufbüx reingeschüttelt, wie bei meinen Banknachbarn gesehen.
Laufen… ich liebe 5-10 Kilometerläufe, 21 km naja, aber Marathon…???
Also in Etappen denken. 5 km bis zum Kanal, 5 km bis zum Dorf links und 5 km zurück. Danach wurde es endlos. Am Kanal brav von Verpflegungsstand zu Verpflegungsstand durchgehangelt. Dann kam sie, über diese Brücke mußt du gehen, äh nein, natürlich laufen. Allerdings erst nach einer riesigen Schleife ( bestimmt 5 km ). Dort war der 2. Wendepunkt. Geschafft!! Und Norbert war auch schon da. Nach kurzer Zeit stürmte er weiter und ich schlurfte hinterher. Ich ärgerte mich, dass ich nicht längere Passagen Laufen konnte und ich rechnete mir aus, wann in etwa ich das Ziel erreichen würde. Das ich es erreiche war klar und wenn ich reinkrabbelte, egal. Aber nach mehrmaligen hin und her gerechne, man hat ja sonst nichts zu tun, kam ich aber auf ein ganz mieses Ergebnis und das lag jenseits der Zielschlußzeit. Verdammt!! Zig mal nachgerechnet. Nein, es reicht nicht mehr. Doppel Mist!! Laufen, Laufen. Ich kochte innerlich wie ein Dampfkessel, bloß nicht den Deckel anheben. Noch 3 km, endlich der Marktplatz, noch 1 km und der rote Teppich war unter meinen Füßen. Schlagartig ist alles vergessen. Jedes Wehwehchen war wie weggeblasen. Auf zur finalen Runde in der Arena und sie könnte viiiiel länger sein. Ich bekam meine Medaille, yeah! Norbert stand schon an der Seite mit einem leckeren Bier für mich. Er lachte sich kaputt über meine Rechnerei, denn ich hatte mich um eine volle Stunde vertan….
Fazit:
Schneller geschwommen, schneller auf dem Rad und tatsächlich auch etwas schneller beim Laufen gewesen als 2014! BINGO 
Aber das wichtigste ist…. Wir hatten wieder Spaß und sind gesund ins Ziel gekommen.
Anschließend sind wir zur Erholung in die Berge zum Wandern gefahren.
Ein verspäteter Bericht von Kerstin2

Kategorien: Triathlon

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